Karkasse - das Gerüst des Reifens
Die Form des PKW-Reifens wird durch die Karkasse festgelegt, die hauptsächlich aus Kunststoff besteht. Eine innere Kautschukschicht hält die Reifenluft fest. Mehrere Lagen Stahl- und Textilfasern, eingebettet in Gummi und Kunststoff, umkleiden die Karkasse. Hier finden Polyamide, Kunstseide, aber auch Naturfasern wie Baumwolle Verwendung. In heutigen PKW-Reifen verlaufen Karkassenfasern radial und die Karkasse ist mit einem Gürtel aus Stahlfasern umgeben, daher die Bezeichnungen „Radialreifen“ und „Gürtelreifen“. Die Karkasse wird von innen durch den Luftdruck, von außen durch die Gewebeschichten stabilisiert, wobei die Karkassenfestigkeit mit der Anzahl Gewebefäden pro Zoll (TPI: Threads per inch) gemessen wird.
Als äußerste Schicht umgibt der Laufstreifen aus Kautschuk oder künstlichem Gummi den Reifen und stellt mit Winter- oder Sommerprofil den Kontakt zur Straße her. Der feste Textil- und Stahlgürtel versteift die Lauffläche, damit bleibt das Profil trotz der darauf lastenden Gewichte in Form und behält Straßenhaftung, auch wird der Rollwiderstand vermindert. Laufeigenschaften, Abrieb und Lebensdauer der Lauffläche werden von der Gummimischung beeinflusst, weichere Winterreifen etwa können einen höheren Abrieb aufweisen.
Seitlich ist die Karkasse ebenfalls mit Gummi- und Textillagen überzogen, die Verformungen vorbeugen, Nässe und Stöße abhalten, und die Verbindung zur Felge luftdicht herstellen. Bei einer Runderneuerung bleibt die Karkasse als tragendes Gerüst erhalten.
Aktueller Winterreifentest 2010
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